Monatsbudget erstellen: in 6 Schritten zum Haushaltsbudget
Rechne aus, was reinkommt, trenne die Fixkosten, teile den Rest auf Kategorien auf und prüfe alles am Monatsende. Mit einem echten Beispiel bei 1.900 € im Monat.

Ein Budget zu erstellen dauert weniger als eine Stunde, und das erste muss nicht perfekt sein. Du entscheidest, wofür jeder Euro da ist, bevor der Monat beginnt, und prüfst danach, ob es geklappt hat. Die Schritte gelten für ein persönliches Budget genauso wie für ein Haushalts- oder Familienbudget.
Nehmen wir ein Beispiel: jemand mit 1.900 € im Monat.
1. Schreib auf, was wirklich reinkommt
Nimm das Geld, das nach Steuern auf deinem Konto ankommt. Bekommst du Weihnachtsgeld, rechne es aufs Jahr und teile durch zwölf, oder heb es für große Ausgaben auf.
Schwankt dein Einkommen von Monat zu Monat, nimm den schwächsten Monat der letzten zwölf als Basis. Was darüber hinaus reinkommt, geht ins Sparen.
2. Sieh dir an, was du in den letzten drei Monaten ausgegeben hast
Öffne deine Kontoauszüge und ordne alles in große Gruppen. Rechne mit Überraschungen, meist bei Essen gehen, Online-Einkäufen und Abos. Diese echte Zahl ist dein Ausgangspunkt und viel verlässlicher als das, was du zu wissen glaubst.
3. Zieh zuerst die Fixkosten ab
Miete oder Kredit, Strom, Internet, Versicherungen, Fitnessstudio. Dieses Geld ist schon verplant. Jährliche oder vierteljährliche Zahlungen zählen auch: Rechne sie mit dem Fixkosten-Rechner auf den Monat um und lege den Betrag jeden Monat zurück.
4. Teile den Rest auf Kategorien auf
Sechs oder sieben Kategorien reichen. So sieht unser Beispiel aus:
| Kategorie | Pro Monat |
|---|---|
| Wohnen | 750 € |
| Lebensmittel | 300 € |
| Nebenkosten | 110 € |
| Transport | 80 € |
| Freizeit | 150 € |
| Sparen | 250 € |
| Sonstiges | 120 € |
| Summe | 1.760 € |
Es bleiben 140 € zu verteilen. Du kannst sie als Puffer für Unvorhergesehenes behalten oder mehr sparen. Weißt du nicht, wo du anfangen sollst, gibt dir die 50/30/20-Regel einen ersten Anhaltspunkt. Rechnen kannst du das in unserer Vorlage fürs Monatsbudget.
5. Behandle das Sparen wie eine Ausgabe
Sparst du nur, was am Monatsende übrig ist, bleibt oft nichts übrig. Richte für den Zahltag einen Dauerauftrag ein und plane mit dem Rest. Hast du noch kein Polster, fang mit einem Notgroschen an.
6. Trag deine Ausgaben ein und zieh am Monatsende Bilanz
Hier geben die meisten ihr Budget auf. Jede Ausgabe sofort einzutragen dauert ein paar Sekunden. Wartest du bis Sonntag, hast du die Hälfte vergessen.

In Budget Pop tippst du auf +, gibst den Betrag ein und wählst die Kategorie. Jede Kategorie füllt sich mit Farbe, sodass du ohne Rechnen siehst, was noch da ist.
Vergleiche am Monatsende Plan und Ausgaben. Liegst du drei Monate in Folge bei den Lebensmitteln drüber, ist das Budget nicht realistisch: Erhöhe es und kürze woanders.
Häufige Fehler
- Ausgaben vergessen, die nicht monatlich anfallen. Kfz-Versicherung, Weihnachtsgeschenke oder die Heizungswartung kommen jedes Jahr. Plane dafür eine Kategorie ein.
- Zu optimistische Zahlen. Gibst du 400 € für Lebensmittel aus, hält ein Budget von 200 € nur eine Woche. Geh schrittweise runter.
- Zu viele Kategorien. Wenn du bei jeder Ausgabe zögerst, sind es zu viele.
- Nach dem ersten schlechten Monat aufgeben. Ein Monat mit einer Panne oder Urlaub macht nichts kaputt. Im nächsten Monat fängst du neu an.
Quelle: Consumer.gov, Making a Budget. Die Zahlen sind ein Beispiel.
